Eule mit Büchern

Task 6: Gründe zusammen mit Freunden ein Hilfsprojekt

Diese Aufgabe ist richtig sinnvoll.

Vor allem freut mich, dass meine Freunde leicht zu begeistern sind.
Zuerst hatten wir überlegt, bei der Froschrettung mitzumachen. Im Frühjahr werden Tausende von Fröschen überfahren, auf ihrem Weg „nach Hause“, zu ihren Teichen. Wir finden es ganz furchtbar, dass es hier Straßen gibt, die man nicht befahren kann, weil es von diesen kleinen, grünen Körpern nur so wimmelt. Es bricht mir jedes Mal das Herz, den sogenannten „Roadkill“ zu sehen, ich finde es absolut furchtbar.

Glücklicherweise geht es nicht nur uns so, einige Hilfsorganisationen haben kleine Zäune aufgestellt, um die Tiere am Überqueren der unsicheren Straßen zu hindern, später dann wurden sie vermutlich sicher auf der anderen Seite abgesetzt.
Die Straßen sind wieder frei und die Frösche quaken sicher auf ihren Seerosen.

Vielleicht können wir aber auch woanders (noch mehr) Gutes tun.
Wie wäre es mit einfach mal zuhören? Zuhören kann jeder, dafür braucht man keine speziellen Kenntnisse. Und da wir alle gerne lesen – Buchspenden wären toll. Wir sammeln (echte) Bücher (das muss man in der jetzigen Zeit leider mit erwähnen) und geben sie weiter an Menschen, die sich keine leisten können.

Warum zuhören?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oftmals für einen alten Menschen sehr heilsam ist, wenn er oder sie ihre Geschichte erzählen kann, wenn es noch jemanden gibt, der sich für sie interessiert. In der Pflege selber bleibt oft zu wenig Zeit dafür. Und was ist mit den Pflegekräften?
Auch sie brauchen bestimmt einmal jemanden zum reden, der oftmals nicht da ist.

Ganz sicher ersetzen wir keine Psychologen und Berater, das möchte ich auch gar nicht. Aber jeder braucht es von Zeit zu Zeit, sich seine Sorgen einfach von der Seele zu reden. Ich finde, hier kann man ansetzen. Und ich bin sehr gespannt, was meine Freunde dazu sagen.

Da dieses Projekt einiges an Vorbereitung braucht, ist es noch

Offen.

Das Wort Nein

Task 5: Benutze heute das Wort „Nein“ auf keinen Fall.

Guten Morgen.

Wer hätte gedacht, dass ich schon an der fünften Aufgabe scheitere?
Zuerst war ich mir sicher, dass ich diesen Task fix erledigt habe.
Und dann grüßte täglich das Murmeltier:

Aufstehen, die Aufgabe im Kopf. News gelesen. Und gleich gedacht: „Nein, das kann doch nicht wahr sein.“ Zack. Versemmelt. Ich war nicht mal zwei Stunden wach, und schon war es vorbei.

Nun lässt sich über die Verwendung des Wortes „Nein“ streiten.
Gilt „Ne“, „Nee“, „Niemals“, etc. auch als „Nein„? Und die Verwendung in Gedanken?

Für mich schon. Meine Freundin meint zwar, ich soll nicht so streng sein (sonst schaffe ich es nie), aber wenn schon, denn schon, und dann machen wir es auch gleich richtig.

Infolgedessen verbiete ich mir das Wort „Nein“ in sämtlichen Variationen.

Denn ich glaube, dass diese Aufgabe einen ganz besonderen Sinn hat.

Nämlich, nicht immer gleich alles abzulehnen und sich bewusst werden, wie oft man es dennoch tut. Wie schnell man sich selbst und andere mit diesem winzig kleinen Wort einschränkt.

Und da liegt auch der Kern des Problems:
Wer kann schon von sich selbst behaupten, permanent „Ja“ zum Leben zu sagen?
Oder – um es noch einzuschränken – in erster Linie „Ja“ zu sagen und alles zu befürworten, völlig vorurteilsfrei an Dinge ranzugehen. Immer? Einen ganzen Tag lang?

Ich gestehe, mir fällt es einfach schwer. Selbst wenn ich will, wenn ich mir das Wort im Kopf, in Gedanken und im Herzen verbieten kann, muss ich es beispielsweise auf der Arbeit verwenden.
Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, dass ich ein Mensch bin, der viel zu oft „Nein“ zu sich selbst sagt, auch wenn Kollegen und Freunde behaupten, ich könne „einfach nicht Nein sagen“, wenngleich letzteres eher offiziell gemeint ist.

Ihr seht, es ist verdammt schwierig. Ich habe es bislang nicht geschafft, aber ich bleibe dran. Vielleicht muss der „richtige“ Tag für diese Aufgabe kommen.

Offen.

Tischblume

Task 4: Treffe Dich heute ganz spontan mit einem Freund/in.

Ich bin zutiefst erleichtert, dass die nächste Aufgabe nicht heißt:
Nehme einen Besen und reite damit durch die Nacht.

Und nein, liebe Freunde, das wäre nicht passend. Zum einen (wer Task 1 gelesen hat, wird es wissen) würde ich mich verfliegen, und zwar gründlich. Und zum anderen fahre ich lieber noch eine Station auf der Autobahn. Nun ja.

Bei spontan wurde ich heute etwas panisch, ich gestehe. Denn um elf Uhr morgens waren meine Freunde doch tatsächlich noch im Bett, unfassbar!
Ich hatte drei Stunden Schlaf und eine Stunde Hundegruppe im Schnee hinter mir. Nachdem ich ganz spontan unsere Lieblingscafés abtelefoniert habe, um noch einen Platz zu ergattern, waren auch die Freunde präsent und willig.

So sieht es aus, wenn Freunde sich spontan treffen:

Frühstückstisch

Frühstückstisch

Frühstücken heißt bei uns Spätstücken und wir lieben es, stundenlang zu sitzen und zu ratschen und zu lachen.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich a) die besten Freunde habe, die man sich vorstellen kann und b) dass sie mich scheinbar irgendwie trotzdem mögen.
Ich bin nämlich kein einfacher Mensch. Klingt komisch, ist aber so.

Stilleben am Frühstückstisch

Stilleben am Frühstückstisch

Dort wo ich herkomme sagt man, dass wir stur sind, unnahbar, aber wenn wir jemanden ins Herz geschlossen haben, lassen wir ihn nicht mehr gehen. Und das stimmt wirklich. Ich tue mich schwer, neue Freundschaften zu schließen obwohl ich ein sehr offener Mensch bin.
Ich schätze tiefsinnige Gespräche bei gutem Wein mehr als Angebrülle in einer überfüllten Disko. Ein Irish Pub ist mir tausendmal lieber als ein chicer Szene-Treffpunkt – wer aus München kommt, weiß vielleicht, was ich meine. Es gibt eben die geselligen Feiermeier und die Philosophen, und beide sind so unterschiedlich wie sie nur sein können.

Tischblume

Tischblume

 

Ich bin definitiv eher Philosoph, werde aber bei zu viel Alkohol zum Feiermeier, was für alle Beteiligten sehr anstrengend sein kann. Eine lange Zeit habe ich mich dafür geschämt, dass ich lieber zuhöre und Gespräche mag, als irgendeinem DJ ganz unbedarft meine Musikwünsche ins Gesicht zu brüllen. Mittlerweile bin ich sehr stolz auf diese Eigenschaft, und denke, dass sie mir für den Beruf als Journalistin wichtig sein könnte, den ich nebenbei erlerne.

Was das nun mit meinen Freunden zu tun hat?
Die sind kampferprobt. Kennen jede meiner Launen und können ebenso gut und lange zuhören, sind sehr humorvoll und mutig. Und immer da. Und sie sind ehrlich. So schmerzhaft es auch manchmal ist. Dafür schätze ich sie sehr.

Ich danke meinen Freunden von Herzen und bin unendlich froh, dass ich sie habe.

Wenn Ihr das lest: Ich hatte sowieso Lust, Euch zu sehen.

Und habe ganz nebenbei Task 4

Erledigt.

Eule Beitragsbild

Task 1: Es hängt. Das Bild.

Nach einigen Tagen Lieferverzug kamen endlich die zwei Exemplare des Eulenbildes an.

Endlich ausgepackt

Endlich ausgepackt

Warum zwei? Weil ich seit Neuestem jeweils eines behalte, um vielleicht in ferner Zukunft eine Ausstellung damit zu gestalten. Aufhängen kann ich in unserer Wohnung nichts mehr – sie gleicht bereits einer Galerie und ist überfüllt mit Bildern.

Ich liebe es, mit dem iPad zu malen. Jetzt könnte man einwerfen – ach, das ist ja gar keine Kunst.
Sehe ich anders. Die Ausdrucksweisen eines Künstlers haben sich im Laufe der Jahre geändert, ich schätze die schnellen, digitalen Möglichkeiten der Neuzeit. Das leuchtende Display dient mir als Material, meine Finger als Stift (oder auch ein Stift als Stift). Die kräftigen, klaren Farben begeistern mich, die Vielfältigkeit der Malwerkzeuge und der simple Zugriff darauf sind ein klarer Vorteil gegenüber einem terpentinstinkenden, staubigen Atelier (dennoch mein geheimer Wunschtraum). Meine Technik gleicht dem Arbeiten mit einem Grafiktablett, bevorzugte Software (App) ist Sketch Club. Es gibt tausend andere, aber ich bevorzuge seit dem ersten Tag einfach diese.
Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt mit Geduld gesegnet bin. Ich muss Fortschritt sehen, am besten gleich. Bei „realen“ Techniken dauert alles länger, wenn man es richtig machen will. Ich habe mich zeitlebens mit diversen Techniken auseinandergesetzt, da Malen und Zeichnen schon seit der Jugend zu meinen Hobbys zählt, und ich glücklicherweise mit einem Funken Talent gesegnet bin. Kunst ist Arbeit und manchmal harte, und die Funktionsweise und einfache Handhabung des iPads bringen einfach tausend Pluspunkte mit sich. (Nein, ich werde nicht für Produktnennungen bezahlt. Schade eigentlich.)

Aber ich schweife gewaltig ab. Wir erinnern uns: Das Eulenbild aus dem ersten Beitrag zu Task 1.

Tierische Hilfe

Tierische Hilfe

Drei Wochen später kam dann endlich das Paket. Sicherheitshalber hat man die Bilder im Versand mit einem zwölf mal größeren Karton und zehn Metern Plöppfolie ausgestattet. Unmöglich, die handlichen Bilder auf dem Esstisch auszupacken.

Kurz habe ich überlegt, die Plöppfolie auf einer Fetisch-Seite anzubieten (kommen Sie, jetzt tun Sie nicht so, als könnten Sie die Finger von Luftbläschenfolie lassen, wenn Sie sie sehen!). Aber unser Hund hat auch Gefallen daran gefunden.

 

Null Orientierungssinn

Null Orientierungssinn

Was würde sich als Ort besser eignen als eine Autobahnraststätte, um das Bild nun aufzuhängen? Allein die Tatsache, dass ich mich so oft verfahre und keinen Orientierungssinn besitze ist für mich Grund genug. Denn dort gibt es Benzin und Essen.

Auf dem Weg dorthin verfahre ich mich wie gewohnt gründlich, dehne die Anfahrt von zehn Minuten auf vierzig aus. Bevor ich wieder mal in Oberschleißheim lande (dort zieht es mich aus unerfindlichen Gründen immer wieder hin, vielleicht sollte ich das genauer erforschen) mache ich kehrt und überlasse meinem Navi die Arbeit.

Das gute Stück darf ich übrigens dort im Büro aufhängen. Nicht das Navi, sondern das Bild.
Ich bekomme Kaffee und eine Leberkas-Semmel und koche dem Chef des Ladens dort sogar einen Kaffee. Ganz praktikantenmäßig und mit dem Versuch von Zusatzverkauf. Aber er braucht nix. Vermutlich ist er froh, wenn ich wieder weg bin und die da in Ruhe weiterarbeiten können.

Das Projekt wäre fast an der Stahlwand gescheitert. Und an mir.

Aber ich möchte jetzt nicht weiter darüber reden.

Seit gestern hängt also meine Eule dort im Büro der Rastanlage Vaterstetten West.
Der allererste Task ist somit

Erledigt.

Urkunde Buch o'pflanzt is!

Task 3: Nachtrag

Ich bin sehr glücklich, fortan nicht nur ein Tier sondern gleich mehrere unterstützen zu dürfen.

BienenpatenschaftUrkunde

Bienenpatenschaft Urkunde

Das Münchener Gartenprojekt „o’pflanzt is“ unterstützt meine geliebten Bienen (für alle nichtbayerischen Bewohner Deutschlands: „Angepflanzt ist es„, nicht zu verwechseln mit „o’zapft is“, denn das heißt, „angezapft ist es“ und ist der Startschuss zur bayerischen Wiesn (kluges Wortspiel) – dem traditionellen Großbesäufnis).
Ich freue mich über die Urkunde über meine nun offizielle Bienenpatenschaft.

Außerdem habe ich ein Buch bekommen, das ich so wunderbar finde, dass ich es hier kurz vorstellen muss: Es nennt sich „Makrokosmos Honigbiene“ und beinhaltet die außerordentlichen Fotografien von Heidi und Hans Koch (http://heidihanskocheditorial.com), die unter anderem für die Zeitschrift GEO unterwegs sind.

Buchdeckel Makrokosmos Honigbiene

Buchdeckel Makrokosmos Honigbiene

Claus-Peter Lieckfeld hat die Texte dafür verfasst und lässt den Leser in die geheimnisvolle Welt der Bienen eintauchen.
Wenn Sie mich fragen – dieses Buch ist eine sehr gelungene Zusammenarbeit von Kunst und Wissen, unbedingt zu empfehlen.

Näher wird man sich die Bienen vermutlich nie in Natura anschauen können. Das Buch vermittelt anschaulich Informationen über das Leben (und Arbeiten) der Honigbiene.

Ein Muss für jeden Bienen- und Naturliebhaber.

 

 

Aber die Aufgabe lautete ja auch:

Besuche ein Tierheim in Deiner Nähe.

Fundtierauffangstation Ebersberg

Fundtierauffangstation Ebersberg

Und das habe ich ebenfalls getan. Denn unseren beiden geliebten Hunden geht es richtig gut. Im Gegensatz zu vielen anderen armen Tieren, die einfach ausgesetzt oder abgegeben werden.
Daher habe ich mich entschieden, ein jüngeres Heim zu unterstützen, das sich auf die Vermittlung von Fundtieren spezialisiert hat. Die Fundtierauffangstation
des Tierschutzvereins Landkreis Ebersberg e.V. (http://www.tierschutz-ebersberg.de) hat unsere Leinen, Spielzeug und Leckerlies bekommen.

Ehrlich gesagt ärgert es mich, dass ich nicht früher darauf gekommen bin, diese Sachen zu verschenken. Und ich schäme mich ein bisschen dafür, dass mich erst eine Aufgabenchallenge dazu gebracht hat.

Mein Fazit aus der dritten Aufgabe:
Öfters mal nach links und rechts schauen.

Es gibt so viele Möglichkeiten zu helfen.

Vielleicht kommen Sie nun auch ins Grübeln?

Task 3. Besuch ein Tierheim in Deiner Nähe. Übernimm eine Patenschaft für ein Tier.

Was für eine schöne Idee.

Das gefällt mir richtig gut. Dummerweise bin ich knapp bei Kasse, monatlich 50 Euro – das funktioniert einfach nicht, so gerne ich auch ein Patentier unterstützen möchte.
Plötzlich fällt mir etwas ein. Wie wäre es mit einer Bienenpatenschaft?

Dank Sarah Wiener und ihrem Buch: „Zukunftsmenü: Warum wir die Welt nur mit Genuss retten können“ (Riemann Verlag, erschienen 15. April 2013) gehen mir die Bienen nicht mehr aus dem Kopf. Seither habe ich viel über sie recherchiert.

Das Bienensterben ist nach wie vor eine mysteriöse Bedrohung. Ob es die Varroamilbe ist, die Ausrottung bestimmter Pflanzenarten, Monokulturen, Umweltverschmutzung oder ganz einfach die schlichte Farblosigkeit der Welt, in der es immer weniger Blumen gibt, ist bis heute nicht erwiesen.

Was passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt?
Denkt mal nach: Bienen bestäuben Pflanzen. Tier essen Pflanzen. Menschen essen Pflanzen.
Eine ganz einfache subtile Rechnung.

Wie das aussieht, könnt Ihr Euch in diversen Dokumentationen ansehen, denn in einigen Landstrichen Chinas ist es schon soweit. Dort werden Blüten manuell (durch Menschen!) bestäubt. Allein den Gedanken daran finde ich mehr als gruselig und über alle Maßen traurig.

Bienen brauchen Schutz. Sie brauchen neue Lebensräume, duftende Blumen, ein gesundes Ökosystem.

Ich finde, eine Bienenpatenschaft ist daher in mehr als einem Punkt sinnvoll und für mich absolut machbar. Die Kleinsten der Kleinen werden so oft vergessen.

Auf der Website http://o-pflanzt-is.de, die ich ganz bezaubernd finde, stehen die notwendigen Informationen und ich überweise ganz fix 49 Euro, die super angelegt sind. In den nächsten Tagen schaue ich mir das Projekt persönlich an.

ERLEDIGT

Task 2: Besorg Dir ein Zelt, übernachte in freier Natur und grille am Lagerfeuer.

Geht’s noch?

Wir haben zwei Grad Celsius draußen.
Kann ich nicht noch ein Bild malen? Nackt im Bad Lambada tanzen?

Ein Zelt habe ich auch nicht.
Nach Absprache mit meiner Freundin darf ich die Aufgabe verschieben.

Aber ganz ehrlich: Angst macht mir das nicht. Ich habe früher gerne gezeltet.
Ok, ich gebe zu, da war ich 20 Jahre jünger. Leider haben bisher wenige diese Leidenschaft geteilt. Ich fürchte, wenn es dann soweit ist, liege ich alleine irgendwo im Wald rum oder auf einer Wiese.
Wie gut, dass es Twitter und Facebook gibt:

Igel gesehen.
Mit dem Fuß auf einer Nacktschnecke ausgerutscht.
Mit dem Auge an einem Hering hängen geblieben.
Ich bin ein Star, verdammt nochmal.

Wir werden sehen.

VERSCHOBEN.